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Dampfmaschine 1765
Mit dem Durchbruch der Dampfmaschine von James Watt beginnt auch der Einzug der
Rationalisierung und Industriealisierung in den Brauprozeß. Die ersten
Brauereien, die die Dampfmaschine einsetzen, nennen sich Dampfbierbrauereien.
Noch heute gibt es die Bezeichnung Dampfbier eines bekannten deutschen
Herstellers.
Im Jahre 1835 wurde die erste Deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth
eröffnet. Das erste Transportgut war - sonst würde es hier nicht erwähnt - 2
Fass Bier
Zur damaligen Zeit wurde wissenschaftlich bewiesen, daß für die
Herstellung guten Bieres bestimmte Temperaturen erforderlich sind. Zur
Herstellung von untergärigem Bier sind zum Beispiel Temperaturen von 4 bis 10
Grad Celsius notwendig. Diese Temperaturen waren nur in den Wintermonaten gewährleistet,
und dies auch nur in tiefen Kellern. Und selbst in diese mußten Unmengen von
Stangeneis gebracht werden. Durch die Erfindung der Kältemaschine von Carl
Linde wurde das Bierbrauen saisonunabhängig. Entsprechend wurde die erste Kältemaschine
in einer Münchner Brauerei getestet
Im 19. Jahrhundert begann man auch die Bierbrauerei wissenschaftlich zu
erforschen. Ein berühmtes Werk ist die aus dem Jahr 1876 von Louis Pasteur
stammende Studie "Etudes sur la biere" (Studien über das Bier). Mit
dieser Arbeit gewann Louis Pasteur seine Erkenntnisse über Mikroorganismen, die
noch heute über die Getränkeherstellung hinaus in Biologie und Medizin
fundamentales Wissen darstellen. (Sicherlich kennt jeder den Begriff
"pasteurisiert" von Milchtüten aus dem Supermarkt). Louis Pasteur
verdanken wir die Erkenntnis, daß die Bierhexen Opfer von unsauberer Arbeit und
schlampigen Brauern waren. Eine weitere bahnbrechende Erfindung in der
Bierbrauerei stammt von
Die Bedeutung des Bieres und seines Preises stand zu allen Zeiten bei seinen
deutschen Abnehmern im Mittelpunkt des Interesses. Welche Auswirkungen die
Anhebung des Bierpreises zur Folge haben kann, zeigte im Jahre 1888 die
Salvatorschlacht in München, bei der sich die Münchner Bürger gegen diese
auflehnten.
Die industrielle Entwicklung ging auch an den Bierbrauern nicht einfach vorüber
und nahm zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihren Anfang. Zwei grundlegende
Erfindungen revolutionierten das Bierbrauen. Als erste, wie bereits genannt, die
Dampfmaschine, welche die Effizienz der Brauereien um ein Vielfaches zu steigern
vermochte. Die zweite, noch wesentlichere Erfindung für die Bierherstellung,
stammt von
Dem Dänen gelang es eine einzelne Hefezelle zu isolieren und sie auf einem künstlichen
Nährboden zur Vermehrung zu bringen. Mit der Hefezucht wurde der Gärprozeß
reiner und das Bier geschmacklich noch einwandfreier.
Holzfässer wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr durch Metallfässer
ersetzt. 1964 wurden die sogenannten Keg-Fässer vorgestellt. Zum einen wurde
Reinigung und Befüllung wesentlich einfacherer, zum anderen wurde damit das An-
und Abschlagen für den Wirt erleichtert. Dies ist vor allem von der Gastronomie
sehr begrüßt worden. Die Keg-Fässer sind zylindrisch, bestehen aus Edelstahl
und enthalten ein Steigrohr. Der Kohlensäuredruck verbleibt nach dem Abschlagen
im Fass. Dadurch wird ein Antrocknen von Bierresten verhindert.
Auch wenn unsere "Bier-Historie" hier zuende ist, sollte
festgehalten werden, daß tausende deutsche Brauer und Millionen Konsumenten
deutscher Biere sie tagtäglich fortschreiben
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